Junge Union fordert Landesregierung zum Handeln auf
Hannover (MB). Die Junge Union (JU) Niedersachsen fordert die Landesregierung auf, sich intensiv der Ausbildung der zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer zu widmen. „Nur hervorragende Lehrkräfte können hervorragende Schulabsolventen ausbilden. Wir brauchen daher dringend eine umfassende Reform der Lehramtsausbildung“, sagte der JU-Landesvorsitzende Kristian W. Tangermann (Foto links).
Nach Ansicht des CDU-Nachwuchses müßten Kultusminister Bernd Busemann
und Wissenschaftsminister Lutz Stratmann jetzt unmittelbar handeln. In
Zeiten von PISA dürfe sich die Politik nicht nur um die Struktur der
Schulen kümmern, sondern müsse insbesondere die Ausbildung der
Lehrkräfte verbessern. Daß Handlungsbedarf bestehe, sei allseits
unumstritten. Die zuständigen Minister müßten sich fragen lassen, warum
sie in diesem Schlüsselbereich bisher untätig geblieben seien.
Tangermann weiter: "Die Verabschiedung des neuen Schulgesetzes in
Niedersachsen mit dem klaren Bekenntnis zum dreigliedrigen Schulsystem
und die äußerst erfolgreiche Umsetzung dieser grundlegenden Reform im
vergangenen Jahr durch die CDU/FDP Mehrheit war vorbildlich! Wichtig
ist nun aber auch, den Beruf des Lehrers für Studienanfänger
attraktiver zu gestalten. Sonst schaffen wir es nicht, die Besten eines
jeweiligen Jahrgangs für diese Aufgabe zu begeistern", so Kristian W.
Tangermann (29) aus Winsen (Luhe) weiter.
Auch bei einigen
Politikern müsse sich die Einstellung gegenüber diesem Beruf
grundlegend ändern. Lehrer als "faule Säcke" zu beschimpfen, wie es
Gerhard Schröder getan habe, sei eine plumpe Diffamierung, die der
großen Verantwortung dieses Berufes nicht gerecht würde und ihrem
gesellschaftlichen Ansehen unnötig schade.
[08.04.2005]