Steffen Gärtner mit 100 Prozent zum neuen Bezirksvorsitzenden gewählt

Lüneburg Am Wochenende hat der Bezirksverband Lüneburg der Jungen Union (JU) auf seinem Bezirkstag in Hitzacker einen neuen Vorstand gewählt. Ein Ergebnis von 100 Prozent unter den mehr als 50 Delegierten erreichte dabei der bisherige Bezirksgeschäftsführer Steffen Gärtner bei seiner Wahl zum neuen Bezirksvorsitzenden. Der 27-jährige Student und Bürgermeister der Gemeinde Südergellersen im Landkreis Lüneburg ist von seinem Wahlergebnis überwältigt: „Diese Zustimmung ist ein riesiger Vertrauensvorschuss und ich interpretiere sie auch als Anerkennung für meine bisherige politische Arbeit in der JU. Sie ist Auftrag und Verpflichtung zugleich, die Nachwuchsorganisation der CDU in den kommenden Jahren als aktiven Part der Mutterpartei zu erhalten und zu stärken.“

Der bisherige Bezirksvorsitzende Dr. Merlin Franke hatte nicht erneut für dieses Amt kandidiert. „Mit 34 Jahren bin ich nur noch ein Jahr vom Höchstalter der JU entfernt. Ich hätte zwar ein weiteres Mal antreten können, wollte aber keinesfalls an meinem Stuhl bis zum letzten Moment kleben. So verhält es sich auch bei meinen bisherigen Stellvertretern. Wie wir damals sollen auch die kommenden Generationen ihre Chancen erhalten“, begründet Dr. Franke den Generationenwechsel.

Ebenso wurden Gina Hasenfuß aus Gifhorn und der Kreisvorsitzende der JU Celle, Christian Ceyp, zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neu in sein Amt gekommen ist auch Jonas Becker (Harburg-Land), der Gärtner als Geschäftsführer folgt. Die Schatzmeisterin Franziska Marquard (Uelzen) und Pressesprecher Sören Pinnekamp (Lüneburg) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Komplettiert wurde der Vorstand durch die Beisitzer Cedric Wolf (Heidekreis), Tim-Oliver Engelmann (Wolfsburg), Sarina Reese (Uelzen), Nicolas Kipping (Harburg-Land) und Jan Hägerling (Celle).

Zudem verabschiedete der Bezirkstag nach mehrstündiger Beratung einen Leitantrag zur Inneren Sicherheit, in dem die Jungpolitiker die Abschaffung der Kennzeichnungspflicht der Polizisten mit Nummern, bundesweit mindestens 20.000 zusätzliche Bereitschafts- und Bundespolizisten sowie eine kontrollierte Zuwanderung fordern. „Hierfür sind vor allem die EU-Außengrenzen besser zu schützen und in Deutschland lebende Personen, die nicht aufenthaltsberechtigt sind, konsequent in ihre Herkunftsländer zurückzuführen. In den letzten Jahren haben wir gesehen, wie sträflich die rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen die Abschiebungen vernachlässigt hat“, erläutert Christian Ceyp, der neben dem Kreisvorsitzenden der JU Gifhorn, Manuel Marrone, zu den Verfassern des Leitantrages gehört.
Als Gastredner zu dem Thema Innere Sicherheit hatte der Bezirksverband das JU-Bundesvorstandsmitglied Philipp Heißner eingeladen, der als Abgeordneter in der Hamburgischen Bürgerschaft sitzt und über die Ausschreitungen rund um den jüngsten G20-Gipfel berichtete. „Das sind Bilder, die sich in das Hamburger Gedächtnis eingebrannt haben“, betonte er und warf dem rot-grünen Senat Naivität bei der Vorbereitung des Gipfels vor. Eine Mitschuld gab Heißner auch dem Hamburger Autonomen-Zentrum Rote Flora. „Denn dort haben gewalttätige Demonstranten Unterschlupf gefunden und einen Rückzugsraum erhalten“, kritisierte er, und sekundierte: „Die Rote Flora muss geschlossen werden.“

Über die Sondierungsgespräche in Berlin berichtete wiederum der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Grosse-Brömer, der an den Gesprächen teilnimmt. Der für Hitzacker zuständige CDU-Bundestagsabgeordnete, Eckhard Pols, war auch erschienen und empfing den Parteinachwuchs herzlich. Pols ging ebenso näher auf die Bundestagswahl ein.

Rund 80 JU-Mitglieder aus ganz Nordostniedersachsen waren für Samstag und Sonntag nach Hitzacker gekommen. Dem JU-Bezirksverband Lüneburg gehören die JU-Kreisverbände Celle, Gifhorn, Harburg-Land, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Heidekreis, Uelzen und Wolfsburg an. Mehr als 50 der in Hitzacker Anwesenden waren als Delegierte stimmberechtigt.

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